Katzeneis selber machen
Wird auch deine Samtpfote an warmen Sommertagen ruhiger, zieht sich an kühle Plätze zurück und trinkt etwas weniger, als du es dir wünschst? Gerade dann möchtest du ihr natürlich etwas Gutes tun. Mit einem selbstgemachten Katzeneis kannst du bei deiner Fellnase bei großer Hitze für Erfrischung sorgen.
Zwar ist Katzeneis kein Ersatz für frisches Wasser oder ausgewogenes Katzenfutter, es eignet sich aber als gelegentliche Leckerei im Sommer – besonders, wenn deine Katze neugierig ist und gern neue Snack-Ideen ausprobiert. Damit du deinen Liebling unbesorgt verwöhnen kannst, wurden alle Rezepte in diesem Beitrag von der Tierärztin Dr. med. vet. Julia Vietmeier geprüft.
Zusammenfassung
- Katzeneis sollte immer aus katzenfreundlichen Zutaten bestehen und nur in kleinen Portionen serviert werden.
- Besonders einfach gelingen Rezepte mit Thunfischwasser, Nassfutter, gekochtem Huhn oder Katzenmilch.
- Lass das Eis vor dem Servieren kurz antauen, damit es nicht zu hart und kalt ist.
Darum lohnt sich selbstgemachtes Katzeneis
Sobald im Sommer die ersten richtig warmen Tage kommen, verändert sich auch das Verhalten von Katzen: Manche Miezen schlafen mehr, suchen kühle Fliesen auf oder werden beim Fressen etwas wählerischer. Ein Katzeneis sorgt dann nicht nur für Abwechslung, sondern kann auch dabei helfen, dass deine Samtpfote zusätzliche Flüssigkeit aufnimmt.
Der große Vorteil bei selbstgemachtem Katzeneis: Du weißt genau, welche Zutaten im Napf landen. Während Eis für Menschen oft Zucker, Kuhmilch, Joghurt, Aromen oder andere für Katzen ungeeignete Inhaltsstoffe enthält, kannst du Katzeneis ganz bewusst auf die Bedürfnisse deiner Samtpfote abstimmen.
Tierärztin Dr. Julia Vietmeier
“Wenn deine Katze einen empfindlichen Magen hat, solltest du besonders einfache Zutaten wählen und neue Snacks immer langsam ausprobieren. Starte am besten mit einer sehr kleinen Menge und beobachte, wie deine Katze das Katzeneis verträgt.”
Katzeneis selber machen: 4 einfache Rezepte
Katzeneis sollte immer eine kleine Leckerei bleiben. Deshalb eignen sich Eiswürfelformen oder kleine Silikonformen besonders gut, um Mini-Portionen vorzubereiten, die deine Samtpfote langsam und in Ruhe genießen kann. Hier sind vier einfache Rezepte, die du schnell vorbereiten und in kleinen Portionen einfrieren kannst:
Katzeneis mit Thunfisch: Der einfache Klassiker
Wenn deine Katze Thunfisch liebt, ist dieses Rezept ein guter Einstieg. Der intensive Duft lockt selbst müde Sommerkatzen aus der Reserve.
Zutaten für Thunfisch-Eiswürfel
- 1 kleine Dose Thunfisch in Wasser, ungesalzen
- etwas Thunfischwasser aus der Dose
- ca. 2–4 EL Wasser
- optional: ein paar kleine Stückchen Thunfisch
Zubereitung: So gelingt das Thunfisch-Katzeneis
- Gib den Thunfisch zusammen mit etwas Thunfischwasser in eine Schüssel. Achte darauf, dass der Thunfisch ungesalzen ist und nicht in Öl eingelegt wurde.
- Füge einige Esslöffel Wasser hinzu und zerdrücke den Thunfisch mit einer Gabel. Wenn du eine feinere Konsistenz möchtest, kannst du die Mischung kurz pürieren.
- Fülle die Masse in eine Eiswürfelform oder kleine Silikonförmchen. Denn kleine Portionen, die deine Katze später gut schlecken kann, sind besonders praktisch.
Stelle die Form für mehrere Stunden ins Gefrierfach, bis das Katzeneis vollständig fest ist.
2. Katzeneis mit gewohntem Nassfutter
Dieses Rezept eignet sich besonders gut, wenn deine Katze neue Zutaten eher skeptisch beäugt. Da du ihr gewohntes Nassfutter verwendest, ist der Geschmack vertraut und wird oft besser angenommen.
Zutaten für Nassfutter-Katzeneis
- 2–3 EL Nassfutter deiner Katze
- 2–4 EL Wasser
- optional: ein Katzenleckerli als Deko
Zubereitung des Nassfutter-Katzeneis
- Gib das Nassfutter in eine Schüssel und zerdrücke es mit einer Gabel.
- Vermische das Futter mit etwas Wasser, bis eine cremige, leicht flüssige Masse entsteht.
- Fülle die Mischung in kleine Formen. Du kannst auch ein winziges Leckerli in die Mitte setzen.
Lass das Katzeneis für einige Stunden im Gefrierfach fest werden.
3. Katzeneis mit Huhn: Mild und gut verträglich
Gekochtes Huhn ist für viele Katzen gut bekömmlich und wird gern gefressen. Wenn du Fleisch für Katzeneis verwendest, sollte es immer ungewürzt und gut durchgegart sein. In Kombination mit etwas ungewürztem Kochwasser entsteht daraus ein einfaches, herzhaftes Katzeneis.
Zutaten für Hühner-Katzeneis
- ca. 50 g gekochtes Hühnerfleisch
- etwas ungewürztes Kochwasser vom Huhn
- optional: 1–2 TL pürierte Süßkartoffel
Zubereitung: So machst du Katzeneis mit Huhn
- Koche das Hühnerfleisch in Wasser, aber ohne Salz, Zwiebeln, Knoblauch oder Gewürze. Lasse es anschließend vollständig abkühlen.
- Schneide das Fleisch sehr fein oder zerdrücke es mit einer Gabel. Vermische das Huhn mit etwas Kochwasser. Für eine weiche Konsistenz kannst du es mit etwas Kochwasser pürieren.
- Wenn deine Katze Süßkartoffel mag, kannst du eine kleine Menge weich gekochte Süßkartoffel ergänzen.
Fülle die Masse in Förmchen und friere sie mehrere Stunden ein.
4. Cremiges Katzeneis mit spezieller Katzenmilch
Viele Katzen vertragen normale Kuhmilch nicht gut, weil sie Laktose enthält. Wenn du ein etwas cremigeres Katzeneis machen möchtest, kannst du spezielle Katzenmilch verwenden. Falls deine Katze Katzenmilch bisher nicht kennt, teste vorab eine kleine Menge und schaue, ob sie diese gut verträgt.
Zutaten für Katzenmilch-Eis
- 3–4 EL spezielle Katzenmilch
- 1–2 EL Nassfutter oder püriertes Huhn
Zubereitung des cremigen Katzeneis
- Verrühre die Katzenmilch mit etwas Nassfutter oder fein püriertem Huhn.
- Gib die Mischung in eine Eiswürfelform. Achte darauf, die Portionen wirklich klein zu halten.
- Stelle die Form für mehrere Stunden ins Gefrierfach.
- Lass das Katzeneis vor dem Servieren kurz stehen, damit es weicher wird.
Tierärztin Dr. Julia Vietmeier
“Katzeneis solltest du immer als Ergänzung sehen: Frisches Wasser, schattige Rückzugsorte und eine angenehme Raumtemperatur bleiben an heißen Tagen viel wichtiger als jeder Snack.”
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Katzeneis
Hier findest du die wichtigsten Antworten für eine sichere Sommerleckerei.
Wie serviere ich Katzeneis richtig?
Ganz frisch aus dem Gefrierfach sollte Katzeneis nicht direkt im Napf landen. Lass die Eiswürfel vor dem Servieren einige Minuten antauen. So ist der kleine Schlecksnack nicht zu hart, angenehmer für den Magen und deine Katze kann sich langsam herantasten.
Am besten servierst du Katzeneis
- in kleinen Portionen,
- leicht angetaut,
- unter Aufsicht und
- in einem flachen Napf oder auf einer Schleckmatte.
Wie oft darf meine Katze Katzeneis bekommen?
Katzeneis ist eine besondere Leckerei und sollte nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Auch wenn die Zutaten katzenfreundlich sind, liefern sie zusätzliche Kalorien und können bei empfindlichen Katzen den Magen reizen, wenn die Portion zu groß ist.
Als kleine Sommerüberraschung reicht ein Mini-Eiswürfel völlig aus. Besonders bei Katzen mit Vorerkrankungen, Übergewicht, Futtermittelallergien oder Verdauungsproblemen solltest du vorher tierärztlich abklären lassen, welche Zutaten geeignet sind.
Welche Zutaten eignen sich für Katzeneis?
Während manche Samtpfoten schon beim Duft von Thunfisch neugierig werden, bevorzugen andere eher ihr Nassfutter, Huhn oder laktosefreie Katzenmilch. Besonders beliebt für selbstgemachtes Katzeneis sind oft:
- Thunfisch: Verwende am besten ungesalzenen Thunfisch in Wasser und serviere ihn nur gelegentlich.
- Huhn: Gekochtes, ungewürztes Hühnerfleisch ist mild und eignet sich gut für einfache Katzeneis-Rezepte.
- Ungewürzte Brühe oder Kochwasser: Das Kochwasser von ungewürztem Huhn kann eine aromatische Basis für Eiswürfel sein.
- Nassfutter: Das gewohnte Lieblingsfutter deiner Katze lässt sich mit etwas Wasser schnell in kleine Eisportionen verwandeln.
- Spezielle Katzenmilch: Sie kann für cremige Rezepte genutzt werden, sollte aber nur in kleinen Mengen angeboten werden.
- Süßkartoffel: Weich gekocht und püriert kann sie für eine etwas festere Konsistenz sorgen.
Welche Zutaten sind ungeeignet für Katzeneis?
Normales Eis für Menschen ist für Katzen nicht geeignet, denn viele Zutaten können Magenprobleme verursachen oder sogar gefährlich werden. Diese Lebensmittel solltest du für Katzeneis daher unbedingt vermeiden:
- Zucker
- Schokolade
- Joghurt und Naturjoghurt
- Kakao
- Xylit
- Rosinen
- Zwiebeln
- Knoblauch
- stark gewürzte Zutaten
- Sahne
- Kuhmilch
- gesalzene Brühe
- Thunfisch in Öl
Verwende außerdem keine Eisstiele, Zahnstocher oder Deko, die deine Katze verschlucken könnte.
Kann ich Katzeneis auf Vorrat einfrieren?
Ja, Katzeneis lässt sich sehr gut vorbereiten und portionsweise einfrieren. Sobald die Portionen durchgefroren sind, kannst du sie in einen verschließbaren Gefrierbehälter umfüllen.
Beschrifte den Behälter am besten mit Datum und Zutaten. So weißt du später noch genau, was enthalten ist. Besonders bei sensiblen Katzen oder Allergikern ist das hilfreich. Taue Katzeneis nicht mehrfach auf und friere es anschließend wieder ein. Nimm immer nur die Portion heraus, die du deiner Katze direkt anbieten möchtest.
Fazit: Ob mit Thunfisch, Huhn, Nassfutter oder spezieller Katzenmilch: Eis für Katzen lässt sich mit wenigen Zutaten ganz einfach selber machen. Es ist eine schöne Möglichkeit, deiner Katze bei großer Hitze eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken und gleichzeitig etwas Abwechslung in den Napf zu bringen. Allein der Augenblick, wenn deine Fellnase vorsichtig an ihrem Katzeneis schnuppert und vielleicht den ersten kleinen Schleck wagt, ist die Mühe wert. Hast du schon einmal Katzeneis für deinen Stubentiger gemacht oder möchtest du eines der Rezepte ausprobieren? Erzähl uns gern von deinen Erfahrungen, Ideen und Lieblingszutaten deiner Katze.